1934 wurde anlässlich des 700-jährigen Jubiläums von Kirrlach
eine Broschüre von Artur Schmitteckert erstellt. Auf Seite 28 kann man
dort lesen:
- Gespenster, Hexen und alle möglichen Geister trieben in jeder
Zeit ihr Unwesen. Man denke nur an die Kirrlacher Sagen vom roten
Kuhhirt, der weißen Dame am Erlenteich und Schloßbuckel.
Auf Seite 31 wird die Erzählung vom Roten Kuhhirt mit dem Vermerk
„Eine Erzählung aus den schwersten Tagen Kirrlachs" wiedergegeben.
Weitere Infos zur „Weißen Dame am Erlenteich und Schloßbuckel" sind in
dieser Broschüre nicht festgehalten.
Die aktuellen Recherchen des Heimatvereins ergaben, dass es
wahrscheinlich keine schriftlichen Aufzeichnungen dazu gibt. Daher
begeben wir uns nun auf Spurensuche. Wir wollen keine Chance ungenutzt
lassen, Licht ins Dunkel dieser Sage von der weißen Dame zu bringen.
Vielleicht gibt es noch verwertbare Infos hinter den wenigen
überlieferten Fragmenten. Jedes Puzzle-Teil zählt.
Sagen sind laut Wikipedia, dem Märchen und der Legende ähnlich,
eine zunächst auf mündliche Überlieferung basierende, kurze Erzählung
von fantastischen, die Wirklichkeit übersteigenden, Ereignissen. Da
diese mit realen Begebenheiten, Personen- und Ortsangaben verbunden
werden, entsteht der Eindruck eines Wahrheitsberichts.
Nach Einschätzung des Heimatvereins hat sich die mündliche
Überlieferung von lokalen Sagen und Ortsgeschichten seit der
Ausbreitung des Fernsehens in den 1960er Jahren grundlegend verändert.
Das Sandmännchen und andere bundesweite Programminhalte habe die
jahrhundertealten lokalen Geschichten und Sagen im Kinder- und
Familienleben weitgehend verdrängt. Nur was niedegeschrieben wurde,
hat überlebt.
Wir freuen uns daher über jede Rückmeldung. Und sollte gerade
niemand von uns erreichbar sein, wir rufen Sie auch gerne zurück.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Infos zur Weißen Dame haben.
Roland.Liebl@gmx.de, Tel. 60981 (AB).
Besten Dank bereits im Voraus.
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