Als Träger öffentlicher Belange hat die Stadt Waghäusel die
Möglichkeit, eine Stellungnahme zu der Fortschreibung des
Regionalplans Mittlerer Oberrhein 2003 bis zum 30.06.2021 abzugeben.
Der Vorsitzende Roland Liebl nutzte die Chance in der öffentlichen
Gemeinderatssitzung vom 28. Juni 2021 einige heimatwissenschaftliches
Anliegen vorzubringen.
Um was geht es beim Regionalplan?
Die Regionalplanung dient als regionale Raumordnung der
Konkretisierung und der fachlichen Integration und Umsetzung der Ziele
der Raumordnung in den Regionen. Dazu gehört insbesondere die
Integration des Landschaftsrahmenplans für die Region. Im
Landschaftsrahmenplan werden Ziele und Maßnahmen für die Entwicklung
von Natur und Landschaft in der Region formuliert.
Welche Themen wurden vom Vorsitzenden angesprochen?
- Schienenverkehr: Mannheim und Karlsruhe sind wichtige
Knotenpunkte des europäischen Bahnverkehrs. Ob Paris, Flughafen
Frankfurt oder Landeshauptstadt Stuttgart: Für die Erreichbarkeit
vieler Ziele ist der Personen- und Güterverkehr auf die Drehscheiben
Mannheim und Karlsruhe angewiesen. Doch das Schienennetz zwischen
beiden Städten ist am Limit. Das Bahnprojekt Mannheim–Karlsruhe soll
die Situation verbessern. Führt die neue Trasse eventuell durch den
Lußhardtwald?
- Hochwassergefahrenkarte: Bei den
Siedlungserweiterungsflächen östlich von Kirrlach wurde die vom RP
im Januar 2013 vorgestellte Hochwassergefahrenkarten dargestellt.
Diese stellt aber nicht den aktuellen Planungsstand dar, da die
Stadt Waghäusel im Jahr 2015 die Hochwasssergefahrenkarte auf
Initiative vom Vorsitzenden Roland Liebl neu berechnen ließ. Die
ersten Modellrechnungen des RP waren viel zu ungenau und zeigten
nicht die tatsächlichen (Hoch-)Wasserverläufe in Kirrlach.
- Biodiversität und Lußhardtwald: Der Wald leidet, so die
zahlreichen aktuellen BNN-Pressemeldungen des Forstes. Das hat auch
viel mit dem fehlenden Oberflächenwasser zu tun (vergl.
Bildunterschrift).
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